Europa

Schnell gewinnen wir an Höhe, auch wenn wegen der grossen Steine und tiefen Furchen nur langsam Vorwärts kommen. Rechts und Links geht es steil hinunter.
Die Piste wird immer schwieriger, einen gewaltigen Felsblock können wir nicht mehr um- oder überfahren. Mit Muskelkraft und Seilwinde räumen wir uns den Weg frei.
Immer wieder wechseln wir die Täler, ein ständiges auf und ab.
 
Der Konvoi stoppt, ein kleiner Erdrutsch versperrt den Weg. Wir erkunden den weiteren Pistenverlauf erst einmal zu Fuss. Es gibt einen Weg aus dieser Sackgasse, zuerst über den kleinen Erdrutsch, dann relativ leicht in ein Bachbett hinein und dann schwierig und steil wieder hinaus. Rechts geht es den Abhang hinunter.
Die Neigung des Wagens nimmt zu, elegant hebt er das Hinterrad und überfährt das Geröll des Erdrutsches. Einer nach dem anderen taucht ein in das Bachbett, nur nicht aufsetzen, einen Meter ist die Böschung hoch. Untersetzung und Sperre machen es möglich. Es rumpelt und qualmt doch dann ist der Geländewagen oben.
 
Abends treffen wir in einem alten Kloster ein, welches zur Herberge umfunktioniert wurde. Die meterdicken Mauern lassen die Geräusche der Aussenwelt nicht mehr hereindringen. Die Zimmer sind spartanisch, Mönchszellen nicht unähnlich. Der Steinfussboden ist abgelaufen, die alten Holzbalken gekrümmt unter der Last der Jahrhunderte. Das ganze Gebäude atmet den Hauch der Geschichte.
Ein krasser Gegensatz dazu sind die herrschaftlichen Paradores in denen wir einige Nächte verbringen werden. Es sind Hotels der Luxusklasse untergebracht in alten Klöstern, Festungen und Burgen des Mittelalters.
 
Das Pyrenäengebirge ist rund 450 Km lang und an der breitesten Stelle misste es 140 Km. Die Region ist sehr dünn besiedelt, es geht vorbei an verlassen Gemäuern und steinigen Bergdörfern. Eine Abenteuerreise durch ein mystisches Gebirge einer bewegten Region.
 
Diese Trophy kann als reine Hoteltour mit Halbpension, oder als Campingtour mit einer Übernachtung im Renaissance Kloster von Seu d`Urgell und der Übernachtung in der Basilika von Roncesvalles, gebucht werden.
Alle anderen Übernachtungen sind auf Campingplätzen.
Bei der Campingtour ist die Verpflegung vom Montag Abend bis Freitag Morgens nicht inbegriffen.
 

Reiseprogramm

1. Tag Sonntag
Treffpunkt resp. Begrüssung ist um 17.00 Uhr  im Hotel des Renaissance Kloster von Seu d`Urgell. Bei einem Begrüssungscocktail in der Lobby fällt der Startschuss zur Trophy. Nach einem traumhaften Abendessen gibt es ein kurzes Briefing, unsere Guides erklären die Routen der nächsten Woche.
 
2. Tag Montag
Nach einem stärkenden Frühstück fahren wir eine Schleife über die Schotterpisten der Sierra del Cadi nach Andorra. Hier liegt das Shopping Paradies schlechthin und da alles Zollfrei eingekauft werden kann ist auch der Sprit sehr billig. Nach unserem Aufenthalt inkl. Tankstop ziehen wir los über einsame Bergpfade in Richtung Pico de Moredo. Am späteren Nachmittag treffen wir in Arties ein. Die Teilnehmer der Hoteltour beziehen in einem wunderschönen Parador Hotel ihr Zimmer während die anderen das Camp für die Nacht aufschlagen.
 
3. Tag Dienstag
Für die gemeinsame Weiterfahrt treffen wir uns vor dem Hotel. Staubige bis sehr steinige Tracks ziehen sich durch das einmalige Maladeta Gebirge. Viele Bäche sind zu durchfurten und die Landschaft ist ein Hochgenuss.
Die Teilnehmer der Hoteltour verbringen die Nacht in einem exklusiven Refugium am Fusse des Monte Perdido.
 
4. Tag Mittwoch
Wild ziehen sich die Pisten durch das Gebirge der Pyrenäen. Eine Berg und Talfahrt wie sie schöner nicht sein kann. Die Tierwelt in dieser einsamen Region ist vielfältig, wer die Augen offen hält entdeckt vielleicht sogar Wildschweine, Steinböcke und Geier. Ein gutes Mittelklassehotel steht am Abend zur Verfügung.
 
5. Tag Donnerstag
Von jetzt an wird es ruppig auf den Pisten. Die Tracks sind anspruchsvoll und einige Herausforderungen warten die nächsten zwei Tage auf uns. Mit gegenseitiger Hilfe und einem seriösen Fahrstil werden die Fahrzeuge alles ohne Blessuren überstehen.
 
6. Tag Freitag
Wir dringen immer weiter vor ins Baskenland. Stillgelegte und verwahrloste Pfade stellen uns und unsere Geländewagen immer wieder auf die Probe. Off Road Abenteuer in einer wunderschönen Bergwelt. In allen Farben leuchten die Felsen, und jahrhunderte alte Dörfer liegen auf unserer Strecke. Die Nacht verbringen alle Teilnehmer gemeinsam in einer Basilika. Die spartanischen Zimmer erinnern an das Leben der Mönche.
 
7. Tag Samstag
Der letzte Tag der Hannibal Trophy bricht an. Ein letztes Mal streifen wir über die Gebirgszüge der Westpyrenäen.
Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns und treten die Heimreise an.
Ich bin sicher das diese einzigartige Tour den Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
 
Schwierigkeitsgrad
Leicht bis mittelschwer, bei nasser Witterung sogar schwer. Alle schweren Passagen können notfalls, von Teilnehmern welche sich überfordert fühlen, umfahren werden.
Die Umwege sind teilweise aber ziemlich lang, jedoch gut zu fahren da diese Asphaltiert sind. Offroad Grundwissen ist nötig um die Trophy geniessen zu können, im Team helfen wir uns aber gegenseitig weiter um auch schwierigere Passagen gemeinsam meistern zu können. Mit Fahrzeugschäden ist bei umsichtiger Fahrweise nicht zu rechnen, eventuell kratzen einige Büsche am Lack. Bergegurte und ein Greifzug mit Umlenkrolle sind von Vorteil aber nicht unbedingt nötig da die Begleitfahrzeuge gut ausgerüstet sind. Wer kann soll Sandleitern oder Bleche sowie einige Bindestricke mitnehmen. Die Campingausrüstung, ausgenommen für die Hoteltour, und eine AT Bereifung sollten dabei sein. SUV Fahrzeuge bitte Anfragen, nicht alle sind tauglich für diese Strecken.
 
Termine:
Reisetermin: 9. Juli – 15. Juli 2006
Anmeldeschluss: 26. Mai 2006 

Maximale Teilnehmerzahl: 10 Fahrzeuge
Es existiert keine Mindestteilnehmerzahl, die Trophy wird garantiert durchgeführt!

Die Plätze in den Hotels sind begrenzt, buchen Sie die Hoteltour so früh wie möglich.

Weitere Infos und Anmeldung bei BIRD EXPLORING


Hannibal Trophy 06 (BIRD EXPLORING)
Datum:   03.10.2005
Autor:   Voegu
Bewertung:   ø 7,00
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