Europa

TC Offroad Trekking


"Puerto transitable - der Paß ist frei!", ruft uns der alte Hirte am Nordhang des Maladeta-Massivs zu. Auf einer abenteuerlich ausgesetzten Piste geht es empor. Serpentine reiht sich an Serpentine, längst haben wir die Baumgrenze hinter uns gelassen. Unser nächstes Camp liegt hoch in den Bergen. Das Feuerholz wurde deshalb bereits im Tal geschlagen. Nun ist der Dachträger vom Geländewagen des Scouts mit armdicken Ästen schwer bepackt. In jeder Kehre schwankt sein Land Rover verdächtig.

Immer höher geht es hinauf, bis wir ein traumhaftes Hochtal erreichen. Weit schweift der Blick über das Val d´Aran, eines der ganz tiefen Taleinschnitte in den zentralen Pyrenäen. Umgeben von würzig duftenden Bergwiesen errichten wir unser Camp, und noch bevor es dunkel wird, knistert das Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen steuern wir auf alten Schmugglerpfaden Richtung Westen. Wir kommen in die Hochtäler des Aragón. Auf unserem Weg dorthin liegen immer wieder die verlassenen Bergdörfer der Katalanen. Die Abgelegenheit der Gegend zwang sie zur Aufgabe Ihrer Siedlungen. Eines der Geisterdörfer durchstreifen wir. Wie ein Adlerhorst liegt es hoch auf einem Felsen-Sporn. Absolute Stille herrscht in den schmalen Gassen. Nur die fernen Schreie eines Steinadlers sind hoch über uns zu hören ...

Kaum ein Gebirge zeigt so viele Kontraste wie die Pyrenäen: schroffe Felsen, vereiste Gipfelgletscher, wilde Schluchten, glasklare Bergseen, Höhlen, seltene Tiere, abgeschiedene Täler in denen uralte Gebräuche noch heute fortleben ...
... und natürlich eines ganz besonders: traumhafte Offroad-Pisten!

Ohne einen Geländewagen läßt sich dieses Gebirge überhaupt nicht bereisen. Selbst die Einheimischen bewegen sich hier nahezu ausschließlich mit Geländewagen fort. Trotzdem kommt man nur langsam voran. Zwischen unseren wechselnden Camp-Stellen schaffen wir auf derben Offroad-Pisten nur maximal 60 Kilometer pro Tag. Die Pyrenäen sind eben noch immer ein waschechtes Naturerlebnis und Offroad-Abenteuer im Süden Europas!

Reiseverlauf:

1. Tag – Sonntag:
Am Fuße der Pyrenäen ist ein sehr schöner Campingplatz der Treffpunkt für alle Teilnehmer. Dieser Platz ist der ideale Ausgangspunkt für eine Geländewagentour über die Längsachse der Zentral-Pyrenäen. Am Sonntagabend erfolgt dort die offizielle Begrüßung zur Trans-Pyrenäen-Tour 2005. Am nächsten Morgen brechen wir gemeinsam auf.

2. Tag – Montag:
Kurz vor Mittag überschreiten wir bei einer alten Festung einen Hochpass und vor uns öffnet sich die Sierra del Cadi. Über die ersten Höhenzüge der Zentral-Pyrenäen geht die Fahrt über raue Pisten und auf alten Schmugglerpfaden Richtung Andorra. In einem abgelegenen Hochtal, auf 2.000 Metern Höhe, schlagen wir unser Camp auf und schon bald prasselt das Lagerfeuer.

3. Tag – Dienstag:
Eine aufgegebene Versorgungspiste für eine Wetter-Station aus dem 2. Weltkrieg bringt uns in eine Höhe von über 2.500 Metern. Parallel unterhalb verläuft die atemberaubend tiefe Schlucht von Andorra. Ausgewaschene Passagen zwingen uns immer wieder zu langsamster Fahrt in der Getriebeuntersetzung. Mühselig arbeiten wir uns voran und kommen an die andorranische Grenze. Im Tal füllen wir unsere Vorräte mit frischem Proviant und Treibstoff für nur 0,50 Euro pro Liter auf und tauchen nun endgültig ein in die faszinierende Bergwelt der Zentral-Pyrenäen.

4. Tag – Mittwoch:
Vorbei an verlassenen Geisterdörfern fahren wir entlang des rauschenden Rio Noguera. Dort wo sich die engen Felswände langsam wieder öffnen, beginnt das sagenumwobene Val d'Aran. Als einziges Hochtal der Pyrenäen, das in Ost-West-Richtung verläuft, bietet es aufgrund seiner geographischen Lage eine Fülle von Naturschönheiten: Kristallklare Quell-Bäche und rauschende Wasserfälle laufen in der Talsohle zu einem Gebirgsfluss zusammen. Die Uferbereiche sind von Wiesenblumen überstreut. An die steilen Felswände schmiegt sich uralter Baumbestand, oberhalb der Baumgrenze wird er von bizarren Felsformationen abgelöst, welche von den schneebedeckten Gipfeln des Maladeta-Massivs überragt werden. Verwegene Pisten ziehen sich durch das Tal, zahlreiche Gebirgsbäche sind zu durchfurten ..., Natur und Abenteuer pur!

5. Tag – Donnerstag:
Über ausgewaschene Bergpfade geht es immer weiter empor. Kurz vor der Passhöhe durchfurten wir unterhalb eines tosenden Wasserfalls einen Gebirgsfluss und dann öffnet sich vor uns ein atemberaubendes Panorama. Wir stehen auf dem "Dach der Pyrenäen", und der Blick schweift hinüber zum Monte Perdido, dem imposantesten Gipfel dieses Gebirgszuges. Hier oben, an einer wildromantischen Campstelle mit Blick auf den Monte Perdido schlagen wir unser Lager auf. Noch lange sitzen wir zusammen am knisternden Lagerfeuer, fasziniert vom grandiosen Firmament: Kein Hotel hat mehr Sterne als der Himmel über unseren Zelten ...!

6. Tag – Freitag:
Wir erreichen den Eingang zur sagenumwobenen Schlucht des Rio Vellos.

In Jahrtausenden hat der Fluss phantastische Formen in das Gestein geschnitten. Wild rauscht er unter uns durch den Cañon. Sonnenstrahlen durchfluten die bizarren Felswände, die über uns wieder zusammenzuwachsen scheinen. Stalaktiten wachsen von den Felsüberhängen herunter und weit oben kreisen Geier über den Abgründen. Wir fahren durch diese Schlucht hindurch, fasziniert von der fast unwirklichen Szenerie. Wer diesen Cañon nicht durchfahren hat, war nie wirklich in den Pyrenäen und hat nicht gesehen, zu welcher Schöpfungskraft die Erde in der Lage ist. Beeindruckend!

7. Tag – Samstag:
Gestern Abend haben wir unsere letzte Campstelle im Ordessa-Nationalpark erreicht. Kaum einer wird glauben, das die grandiosen Landschaftseindrücke unserer bisherigen Strecke noch zu toppen sind. Aber sie sind es: Im weiten Bogen um unsere letzte Campstelle herum rauschen nicht weniger als sieben Wasserfälle zu Tal, überragt von den schneebedeckten Dreitausendern des Ordessa-Nationalparks! Bei Aragnouet öffnet sich vor uns wieder die französische Tiefebene, wo gegen Mittag die letzte Etappe der Trans-Pyrenäen-Tour 2005 mit der Verabschiedung der Teilnehmer endet.

Schwierigkeitsgrad:

Termine:
Die Trans Pyrenäen Touren werden an 3 Terminen pro Jahr von TC-Offroad-Trekking durchgeführt. Die aktuellen Termine, weitere Infos zu diesen und anderen Reisen, sowie zahlreiche Fotos zu diesen Touren, finden Sie auf der dortigen Homepage (siehe unten)

Leistungen:
Teilnahme an der "TRANS-PYRENÄEN-TOUR 2005", deutsche Reiseleitung mit ortskundigen Scouts, unsere Strecke führt über die interessantesten Bergpfade und zu den größten Naturschönheiten in den Pyrenäen, mit Camp-Übernachtungen auf besonders schönen Campstellen hoch in den Bergen (2x ausgewählter Campingplatz), Camp-Service (z. B. Aufenthaltszelt und Felddusche in jedem Camp), alle Mautgebühren, alle Genehmigungsgebühren und Camp-Entgelte während der gesamten Reise sind im Reisepreis bereits enthalten.
Sie erhalten ferner eine detaillierte Anreisebeschreibung zum Teilnehmer-Treffpunkt, Teilnehmer-Aufkleber für Ihr Fahrzeug und ein Erinnerungsgeschenk an unsere Trans-Pyrenäen-Tour, Reisesicherungsschein und Reiserücktrittsversicherung

Reisepreis:
875,– Euro pro Geländewagen - Mitfahrer unbegrenzt.

TC Offroad Trekking

© 2004 Text/Bilder TC-Offroad - DISCOVERY2010.NET erkennt alle Copyrights ausdrücklich an


Trans-Pyrenäen Tour (TC OFFROAD)
Datum:   20.03.2005
Autor:   TC Offroad
Bewertung:   ø 4,60
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