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12. Reisebericht: Pakistan, das Land am Indus - von Gerhard Rötzer
23.11.2005 - 21:57

Pakistan, das Land am Indus    26.08 – 17.09.2005
Pakistan ist ein Ergebnis der britischen Kolonialpolitik. Ausschlaggebend für die Festlegung der Grenzen, im Jahr der Unabhängigkeit 1947, waren die Pakistan - aufwendiger und unbenutzter Übergang Zugehörigkeiten zum Islam und Hinduismus. So entstand das etwas merkwürdige Gebilde von West- und Ostpakistan als islamischer Staat. Ostpakistan wurde durch eine Intervention von Indira Gandhi von Westpakistan losgelöst und heißt heute Bangladesh.

Indien und Pakistan unterhalten genau einen Grenzübergang, und der ist weitgehend unbenutzt. In großen Abfertigungshallen auf beiden Seiten nichts als gähnende Leere.

Das ist kein gutes Zeichen für die tatsächlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die Inder, von Langeweile geplagt, untersuchen den Toyota pingelig. Die pakistanischen Zollbeamten sind insbesondere damit beschäftigt, einige Rupien zu erpressen. Alles wenig erbauend.

Das Land ist stark vom Indus geprägt. Er bringt von den großen Gletschern im Himalaya das notwendige Wasser für die Bewässerung der großen Anbaugebiete im Punjab und Sindh. Er trennt andererseits das Land in eine sichere Zone im Osten und eine unruhige Zone im Westen entlang der Grenze nach Afghanistan insbesondere der Provinz Wasiristan.

Östlich vom Indus Pakistan - Östlich vom Indus
Nach einigen Kilometern tauche ich in das Verkehrsgewühl von Lahore ein. Immer noch links und vom indischen Verkehr geeicht. Zu meiner großen Überraschung ist die Autobahn nach Islamabad existent, im besten Zustand, fast leer und wird effektiv von der Verkehrspolizei überwacht. Islamabad wurde als Regierungssitz nach der Unabhängigkeit gegründet. Es liegt nahe dem alten Rawalpindi auf 1.200 m Höhe und hat dadurch zu jeder Jahreszeit ein erträgliches Klima. Die Straßen sind großzügig angelegt,  die Bauten zeigen westliche, zweckmäßige Architektur. Die Regierungsgebäude und das Diplomatenviertel sind hermetisch gegen terroristische Angriffe gesichert.

Für den Iran brauche ich ein Visum. Unglücklicherweise ist mein erster Pass voll mit Einträgen. Die Dt. Botschaft um die Ecke teilt mir lapidar mit, die Ausstellung eines Ersatzpasses dauert ca. 3 Wochen. Vom Servicelevel ernüchtert habe ich dem nächsten Pakistani in einer endlosen Reihe Platz gemacht. Er bat um eine Arbeitserlaubnis in D. Ich hatte vorsorglich einen Zweitpass in der Tasche. Die Erteilung eines Visums dauert 10 Tage. Zeit genug, um auf dem Karakorum Highway (KKH) in den Norden Richtung Nanga Parbat zu fahren.

Der KKH ist ca. 800 km lang, das ganze Jahr befahrbar, konsequent zweispurig angelegt und endet an der chinesischen GrenzePakistan - bewaffnete, ultrakonservative Kohistanis auf dem Kenjerab Pass. Er wurde in die Flanken des Indus- und Gilgittales gesprengt. Diese abenteuerliche Straße wurde in der Zeit von 1975 – 1979 in erster Linie von Chinesen gebaut, der Blutzoll war sehr hoch. Diese unentgeltliche Leistung wurde offiziell erbracht, um die Freundschaft beider Länder zu vertiefen, wahrscheinlich aber, um im Kriegsfall gegen Indien schnell einen Zugang in den Punjab zu haben.

Die  ethnische Vielfalt ist groß. In Gilgit kommt es regelmäßig zu bewaffneten Auseinadersetzungen zwischen den Moslemgruppen der Sunniten und Schiiten. In Besham sind die Frauen, soweit man überhaupt welche zu Gesicht bekommt, total in schwarze Tücher gehüllt. Sie können nicht sehen und müssen von Männern geführt werden. Die Kohistanis mit wilden, tiefschwarzen Bärten zeigen sich immer noch fremdenfeindlich. Ganz anders die Ismaeliten im Hunzatal. Sie gehören zur Aga Khan Gemeinde, sind freundlich, friedfertig und haben alle eine gute schulische Ausbildung. Im Gegensatz zu früheren Reisen wurde ich an Kontrollstellen von der Polizei zuvorkommend behandelt. Nach den Eintragungen in den großen Büchern war in der Regel ein Glas Tee angesagt.

Pakistan - der Indus hat viele Gesichter2Pakistan - der Indus hat viele Gesichter1Ein landschaftlicher Höhepunkt reiht sich an den anderen.

Kurz hinter der berühmten Rakot Brücke, dem Ausgangspunkt zum Nanga Parbat Basecamp und der Märchenwiese, verlasse ich den KKH in Richtung Astor. Die Straße wird so eng wie das Tal, bitte jetzt keinen Gegenverkehr. Weiter, auf einem sogar für den Toyota anstrengenden Fahrweg, nach Rama auf 3.200 m. Hier bleibe ich zwei Tage und genieße den atemberaubenden Blick auf den Nanga Parbat von der Ostseite. Zwei bemerkenswerte Begegnungen: Messner hatte vor wenigen Tagen mit einer Trekkinggruppe hier Rast gemacht und ein spanischer Radfahrer, seit einem Jahr unterwegs, hat sich eine wenig erholt.

Auf einer erst vor wenigen Monaten vom Militär freigegebenen Straße erreiche ich schließlich das Deosai Plateau und den gleichnamigen Nationalpark. Eine Hochebene auf 4.000 m, ca. 80 km im Durchmesser, gerahmt von 7.000 m hohen Bergen, mit bunten Grasbüscheln bewachsen, von wilden Flussläufen durchzogen und von wenigen Nomaden bewohnt. Der Wind ist mittlerweile empfindlich kalt geworden. Zu guter letzt, breche ich fast mit der Hinterachse auf einer wackeligen Brücke ein. Grund genug, um sofort einen Platz für die Nacht ausfindig zu machen.

Pakistan - Nomaden unter sichPakistan - Brücke in SparausführungIn vielen Kehren geht es hinunter nach Skardu. Skardu ist ein umtriebiges, sauberes Städtchen am Indus, der hier eher einem See gleicht. Von hier starten viele Trekkingtouren zur Concordia, dem Zusammenfluss der vier weltgrößten Gletscher. Expeditionen starten von hier in das Reich der höchsten und schwierigsten Berge.

Am Indus entlang fahre ich 100 km zurück zum KKH. Das Reisen in diesem Teil Pakistans hat Spaß gemacht. In aller Regel sind die Menschen hier aufgeschlossen, neugierig, fremdenfreundlich, schauen neugierig über den Tellerrand hinaus, hilfsbereit, das Übernachten unter freiem Himmel war kein Problem.

Der Babussar Pass
Vor dem Bau des Karakorum Highway war der Babussar Pass mit 4.200 m der einzige Übergang in das obere Indus- und Gilgittal. Die Straße ist eigentlich ein  besserer Feldweg und nur für kurze Jeeps ausgelegt. Sie führt durch das Karan Valley und fällt steil in das Industal bei Chilas ab und ist im Vergleich mit dem KKH um 200 km kürzer. Hermann Buhl, Erstbesteiger des Nanga Parbat, musste noch diesen Weg nehmen. Reinhold Messner ist nach seinem tragischen Unfall seines Bruders im Dorf Babussar in die Zivilisation zurückgekommen.

Vor Jahren bin ich den Pass mit einer kleinen Gruppe gefahren und habe mir geschworen es nie mehr wieder zu versuchen. Die Straße war schlicht lebensgefährlich. Lt. Aussagen Einheimischer sollte die Straße jetzt ausgebaut und die Brücken ersetzt sein, damit war die Entscheidung getroffen.

Nach einigen km Baustelle begann die alte, enge, mit fußballgroßen Steinen gepflasterte Straße wieder. Dann wieder eine kurze Baustelle, die mir  wieder Hoffnung gab. Nach drei Stunden war ich im alten Dorf Babussar. Der Dorfpolizist hatte mich schon gesichtet. Nach dem obligaten Eintrag im großen Buch, das letzte Auto ist hier vor einer Woche vorbei gekommen, rät er mir dringend von einer Weiterfahrt ab. Bisher war es eine gute Straße, jetzt wird sie schlecht. Auf die Passhöhe sind es nochmals 1.000 Höhenmeter mit ca. 30 sehr engen Kehren. Der Bürgermeister, der mich ebenfalls begrüßt, ist ganz anderer Meinung und offenbar ein Toyota Landcruiser Fan. Er rät mir, weiter zu fahren und so soll es denn sein.

Pakistan - bitte keinen GegenverkehrPakistan - 3,5 t auf 2 BaumstämmenZum Glück bin ich ganz alleine unterwegs, auf der engen Straße gibt es grundsätzlich keine Ausweichmöglichkeit. Die Kehren sind wirklich eng, zweimal muss ich mindestens, manchmal dreimal rangieren. Nach guten zwei Stunden und 14 km endlich der Scheitelpunkt. Die Sonne geht unter, ich möchte noch einige Höhenmeter hinunter. Die Straße ist sehr schmal und hängt zum Hang, jetzt bloß keinen Fahrfehler. An einer geraden Stelle verbringe ich die Nacht auf 3.600 m Höhe.

Zu allem Überfluss regnet es, jeden Tropfen zähle ich. Hoffentlich jetzt kein Kälteeinbruch der aus dem Regen Schnee werden lässt. Am Morgen haben sich die Wolken verzogen und die Sonne trocknet die Steine. Nach einer Stunde erreiche ich den Talboden und stehe vor einer engen, wackeligen Holzbrücke. Ein guter Geist schickt mir einen englisch sprechenden Pakistani, der mir Zuversicht über die Tragfähigkeit der Brücke gibt und mich gekonnt einweist. Den angebotenen Tee nehme ich gerne an und erfahre einiges über diese rückständige Gegend.

Die Weidegründe werden von den ungeliebten Leuten aus Chilas, jenseits des Passes genutzt. Somit gibt es für die verantwortlichen Stellen diesseits des Passes keine Veranlassung, auch nur einen Rupee zu investieren, der ganze Straßenabschnitt ist in Vergessenheit geraten.

Ein drittes Mal werde ich mit Sicherheit den Pass nicht mehr fahren. Neben der Mapiripiste in Bolivien war dieser Übergang der mich fahrtechnisch schwierigste und gefährlichste.

Die iranische Botschaft in Islamabad hat mittlerweile meinem Antrag auf Erteilung eines Visums zugestimmt. Für den Transit gibt man mir sieben Tage Zeit und dafür habe ich 40 € zu bezahlen. Vor dem Start zur Rückreise krieche ich noch dreimal unter dem Toyota durch, um das Fahrwerk zu checken und in den Motorraum hinein, um alle Flüssigkeitsstände zu prüfen.

Westlich vom Indus

... ist die Welt gänzlich anders. Auf der Indusbrücke, kurz vor Dera Ghazi Khan, stoppt mich ein Polizist. Freundlich aber bestimmt weist mich der Beamte auf die verschärfte Sicherheitslage im Grenzgebiet zu Afghanistan hin. Am kommenden Sonntag finden dort die ersten Wahlen statt. Die 700 km von Quetta bis zur Grenze nach dem Iran sind wieder unter Kontrolle der pakistanischen Polizei. Das heißt für mich:

1. Alles dauert länger, meinen Zeitplan kann ich vergessen. Geduld ist wieder einmal angesagt.  
2. Die direkte Verbindung nach Quetta über Loralai durch die Provinz Wasiristan ist gesperrt. Die angebotenen Alternativroute führt weit in den Süden nach Sukkur.   
3. Die nächsten 500 km bekomme ich Polizeischutz.

Pakistan - First class Escorte durch den SindhDazu einige Hintergrundinformationen. Entlang der afghanischen Grenze haben immer noch die Stammesfürsten das Sagen. Allein in 2005 sind in der Provinz Wasiristan über 200 Polizisten und Soldaten in bewaffneten Auseinandersetzungen umgekommen. Zu allem Überfluss benutzen die Talibans die Gegend als Rückzugsgebiet bei Auseinandersetzungen mit den US GI’s bzw. der regulären afghanischen Armee. Der Sindh im Süden und Belutschistan im Südwesten, eine Steinwüste in der Größe von D, sind seit jeher als räuberisch bekannt. Auch hier haben die Stammesfürsten noch großen Einfluss. Irgendwie fühlte ich mich ganz klein und hilflos. Alternativpläne wie zurück nach Indien oder Verschiffen in Karatchi gingen mir schon durch den Kopf.

Der freundliche Polizist baut mich mit einem Cola auf. Nach einer Stunde brausen zwei Jeeps der pakistanischen Elitepolizei auf. Der Commander begrüßt mich mit akzentfreiem englisch, er war zur Ausbildung in den USA. Seine vier Kollegen sind schwer bewaffnet. Vorne und hinten eskortiert kann die wilde Jagd losgehen, über Baustellen, durch enge Dörfer und normalen Straßen.

An jeder Grenze der polizeilichen Zuständigkeiten wird die Mannschaft im fliegenden Wechsel ausgetauscht. Nach 18 Wechsel, es ist bereits stockdunkel, erreichen wir Jacobabad im Sindh. Das Wasser steht in den ungefestigten Straßen knöcheltief, es muss stark geregnet haben. Einige traurige Lampen beleuchten das Chaos. Hunde flitzen zur Seite, Unrat schwimmt auf der Wasseroberfläche. So habe ich mir immer schon ein Räubernest vorgestellt. Im Hof der Polizei darf ich übernachten, mit direkten Blick in das Gefängnis. Vier mehr oder weniger schwere Kriminelle sind hier in einem Raum eingesperrt.

Pakistan - Auge in Auge mit DiebenAuch diese Nacht vergeht. In gewohnter Formation bricht der Konvoi am Morgen auf. Nach 100 km sind wir in Belutschistan, eine karge Steinwüste, in der nur noch Ziegen genug Futter finden. Kurz vor Quetta verabschiedet sich das letzte Polizeiteam, ich kann wieder über die Geschwindigkeit entscheiden. Dieser individuelle und aufwendige Service war kostenlos.

Quetta ist die Hauptstadt von Belutschistan, sauber und recht geschäftig. In den Außenbezirken leben Nomaden, die sich noch nicht ganz mit der Sesshaftigkeit anfreunden konnten. Um den Stress der letzten Stunden abzubauen, leiste ich mir eine Nacht im besten Hotel. Diese Stadt wurde 1932 von einem Erdbeben völlig zerstört. Es waren mehr als 30.000 Tote zu beklagen.

Die nächsten 700 km verlaufen südlich der Grenze zu Afghanistan parallel mit der alten Eisenbahnlinie, von den Briten in Pakistan - der freundliche PolizistPakistan - Belutschistan, so groß wie Deutschland1918 initiiert. Der Verkehr wird dünner, es fahren nur noch die Pick Up’s der Treibstoffschmuggler, die den gravierenden Preisunterschied zum Iran nutzen. Am letzten Polizeicheckpoint lädt mich der Beamte zu Tee und einem kleinen Mittagessen ein. Freundlicher und rührender hätte die Verabschiedung aus Pakistan nicht sein können.

Pakistan ist Kontrovers. Im Süden heiße Wüsten, in der Mitte fruchtbare Ebenen, im Norden die höchsten und abweisendsten Berge dieser Erde. Der Islam zeigt sehr unterschiedliche Gesichter, von stockkonservativ in den ländlichen Regionen bis zu freiheitlich und heiter in der Metropole. Politisch ist Pakistan eingekeilt zwischen den dem unbeweglichen Block Indien im Osten und dem Zentrum des Terrorismus in Afghanistan. Was die Freundschaft mit China hergibt, ist schwer zu bewerten. Diese schwierige Lage hat, nach Aussagen eines ranghohen pakistanischen Offiziers, die politische Führung bewogen, sich der Schutzmacht USA anzuvertrauen.

Kinder in Pakistan1junges Mädchen in PakistanDas Erdbeben vom  08.10.2005 hat für das Land katastrophale Folgen. Die fragile Infrastruktur im Norden versinkt unter Schuttmassen oder wird einfach vom Wasser weggeschwemmt. Der nahende Winter verschärft die Situation. Die Menschen, soweit sie überlebt haben, werden sich wieder auf ein isoliertes Leben zurückbesinnen. Die Aufräumarbeiten werden Jahre dauern und sind von den Pakistanis alleine nicht zu stemmen.

Iran, das Land ohne Wahl

Der Iran zeigt sich gegenüber Individualtouristen recht spröde. Für ein Sieben-Tage- Transitvisum bedarf es einer Wartezeit von elf Tagen, für ein vierwöchiges Visum bedarf es vier Wochen. Ganz abgesehen von hohen Kosten. Der kürzeste Weg durch den Iran, auf guten Straßen, beträt 2.220 km. Für den Toyota ein beträchtlicher Weg. Naturgemäß bleibt bei diesen Rahmenbedingungen wenig Zeit für verwertbare Informationen, mir ist aber dennoch einiges aufgefallen.

Pakistan - Khomeini ist immer noch präsentAn der Grenze war geschäftiges Treiben. Ca. 30 große Lastwagen wurden vom Zoll abgefertigt. Der Ton seitens der iranischen Beamten war zackig, ich wurde wie ein Iraner behandelt und der hat nichts zu sagen. Khomeini und seine Nachfolger geben hier den Ton an. Sie sind in Bildern allgegenwärtig, im Gegensatz zur Koranvorschrift auf Bilder grundsätzlich zu verzichten.

Die Wüste Lut, zwischen Zahedan und Bam kann einem das Fürchten lehren. Kein Grashalm, die Temperatur stieg wieder einmal kurz auf über 40 Grad. Bam wurde vor wenigen Jahren von einem Erdbeben total zerstört. Grundsätzlich bleibt der Wüstencharakter die nächsten 1.000 km erhalten. Landwirtschaft kann kaum betrieben werden, ab und wann Ziegenherden. Für die notwendige Bewässerung fehlt das Wasser. Erst hinter Teheran tauchen die ersten Anbaugebiete auf. Wunderschön wiegen sich die riesigen Sonnenblumenfelder im Wind.

Alles ist geregelt, es gibt keine Wahlmöglichkeiten. Die Frauen tragen alle lange schwarze Umhänge, das große Kopftuch lässt nur das Gesicht offen. Zu dieser Tracht gibt es keine Alternativen. Hotels, Produktionsanlagen und Warenangebot werden vom Staat betrieben oder vorgegeben. Privatinitiative ist beim Einzelhandel und Teilen der Landwirtschaft zu erkennen. Im islamischen Staat Iran gibt es natürlich nur eine Religion, den Islam. Er zeigt sich in riesigen, hervorragend gepflegten Moscheen im ganzen Land. Der Sonntag ist im Iran am Freitag.

Im Gegensatz zu Pakistan schwimmt der Iran in Öl. So kosten an der Zapfsäule 60 l Diesel umgerechnet genau einen Euro. Ich konnte es zuerst nicht glauben, aber es ist wahr. Die Devisen aus dem Ölgeschäft erlauben nahezu jede Investition. Die Straßen sind im besten Zustand, Schulen allerorts, die medizinische Versorgung hervorragend.

Mit wenigen Ausnahmen war eine Kommunikation mit den ausnahmslos freundlichen Menschen nicht möglich, sie dürfen die Sprache des Erzfeindes USA nicht lernen. In den Hotels musste ich allerdings in US Dollar bezahlen.



Gerhard


gedruckt am Heute, 18:35
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