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Island Umbauten für Landy Defender - mit TÜV!!
02.11.2005 - 16:06

 


Ein herrliches Foto, irgendwo im tiefen, naturbelassenen Island entstanden, wo die Uhren noch etwas anders ticken als bei uns. Lavagestein, Vulkane und mehr als 90% unbebautes Land, da muß so ein Defender schon aus einem anderen Holz geschnitzt sein. Mit gerade mal knapp 300.000 Einwohnern, ist dieses wunderschöne Land ein Eldorado für jeden Offroader. Gerade mal 2,8 Einwohner “drängeln” sich auf einem Quadratkilometer in Österreich sind es immerhin 300 auf derselben Fläche. Hier sieht man Fahrzeuge, die so gewaltig sind und sein müssen, dass man bei unserem TÜV nur ein unverständliches Kopfnicken und ein “leider nein” erntet.

WIr haben uns auf "Isländer" spezialisiert und zwar auf Land Rover Defender jeder Art. Nach langem Tüfteln und Konstruieren, Testen und Ändern, ist der erste 110er erfolgreich durch den TÜV gegangen.
Dabei war uns nicht nur die Optik ein Anliegen, insbesondere die Fahrbarkeit stand dabei an erster Stelle.

Zwei Meter und elf Zentimeter hoch, ja, richtig gelesen. Der Defender ist 18 Zentimeter breiter und 16 Zentimeter höher als ein Serienfahrzeug. Und doch wird das Ausmaß erst richtig bewußt, wenn daneben ein ORIGINAL steht. Aber seine Stärke ist nicht nur die überwältigende Optik, sondern seine hervorragende Alltagstauglichgkeit.

Bewußt wurden hochwertige Fahrwerksteile wie Old Man Emu eingesetzt, Federn und Dämpfer, die den Defender um 5-6 Zentimeter anheben. Unterlegplatten machen nochmals 5-6 Zentimeter aus. Den Rest erledigen die 35-Zöller PRO COMP X-TERRAIN. Ein Reifen, der den Erfordernissen mehr als gewachsen ist.
Die hinteren und vorderen Radiusarme, werden durch hochwertige Elemente “from good old England” ersetzt. An der Vorderachse wird dadurch der Nachlauf korrigiert, um einen stabilen Geradeauslauf zu gewährleisten. Hinten sind die Radiusarme gekröpft, um bei den steilen Winkeln nicht an die Grenzen der Verschränkung zu stoßen.
Der Fahrtest beweist uns, daß sich die Mühen wirklich gelohnt haben. Der Isländer-Defender benimmt sich auf Asphaltstrassen absolut gutmütig, sucht keine Spurrillen und steht dem Original um nichts nach. Auch beim Betätigen der Bremsen verläßt er die Spur nicht im geringsten.

Im Geländebetrieb hat der Defender durch die hochwertigen Fahrwerksteile noch zugelegt. Kaum ein Hindernis, welches nicht zu überwinden ist, und während andere schon an die Grenzen des Machbaren stoßen, kostet es dem Isländer-Defender nur ein müdes Lächeln. Höhe und Achsfreiheit, die durch nichts zu ersetzen sind und um einiges mehr an Verschränkung, yeah, thats fun.
Durch die Höherlegung waren wir gezwungen, eine Doppelgelenkskardanwelle und einen größeren Verteilergetriebeflansch zu montieren, womit der Antriebsstrang vibrationsfrei gemacht wurde. Seidenweich gibt die neue Kardanwelle die bärige Kraft des Td5-Motors weiter an das Differential. Trotz der um 8,3% längeren Übersetzung, kommt der Motor nie in Bedrängis. Ein Umstand der sich durch die extrem kurze Serienübersetzung ergibt.
Wobei ein moderates Motortuning auf ca. 155PS kein Nachteil wäre, und dem Td5 in keinster Weise schadet.



Hesch


gedruckt am Heute, 22:02
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