Rund ums Expeditionsmobil » Fahrzeuge
Land Rover Td5: Dieselpumpenproblem!
25.11.2004 - 18:38

Mit Abstand das häufigste Problem beim Td5 ist Ausfall der ersten, im Tank eingebauten Dieselspeisepumpe.

Egal, ob Defender oder Discovery - der Motor ist wirklich super. Aber eine u.U. fatale Schwachstelle hat er doch: die Kraftstoffpumpe! Kaum zu glauben und erst recht nicht nachvollziehbar, daß in einem Fahrzeug, das auch in Dritte-Welt-Ländern seinen Dienst tut, ein derart anfälliges Bauteil verwendet wird.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie fahren mit Ihrem Td5 nach Afrika. Sie müssen tanken. Ohne etwas davon zu bemerken, zapfen Sie aus einem verschmutzten Dieseltank (oder einem Faß). Ihr Td5 springt an wie immer, aber schon nach wenigen Kilometern fängt er an zu stottern und stirbt schließlich ab.

Ein ganz typischer Schaden beim Td5 - Sie haben Sand, Rostpartikel oder sonstigen Schmutz mit dem Diesel in Ihren Tank gefüllt und damit die Pumpe, die nur über eine unzureichende Kraftstofffilterung verfügt, irreparabel ruiniert! Wie eine solche Panne dann ausgeht? Nachzulesen bei: http://users.pandora.be/20012011/004.html

Die einzige Möglichkeit, den Schaden zu beheben, ist der komplette Austausch der Pumpe. Dummerweise sitzt die Pumpe im Tank, Sie müssen also den Tank ausbauen, den Diesel wegschütten (eine Ablaßschraube ist nicht vorhanden, außerdem sind die Reservekanister wahrscheinlich sowieso voll), Pumpe ausbauen - und was sehen Sie? Die Pumpe verfügt lediglich über ein Plastikgitter als “Ansaugfilter” und ist im Übrigen gekapselt - eine Reparatur ist unmöglich.

In Deutschland würde Ihnen Ihre nette Landrover-Werkstatt jetzt eine neue Pumpe einbauen - Kostenpunkt € 350 zzgl. Einbau - und Sie könnten einfach weiterfahren (falls das Ersatzteil gleich verfügbar ist......). Dummerweise sind Sie aber in Afrika und die nächste kompetente Werkstatt einige Tausend Kilometer entfernt. Also das Fahrzeug von wahrscheinlich begeisterten Mitfahrern heimschleppen lassen, den ADAC-Fahrzeugrückholdienst in Anspruch nehmen oder sich eine neue Pumpe schicken lassen (die dann irgendwo im Zoll liegt, wo Sie sie auch erst einmal auslösen dürfen).

 Der Urlaub ist auf jeden Fall vorbei - stattdessen Laufereien, Telefonate, Behördenkrieg, Kosten ohne Ende. Keine schöne Vorstellung - aber leider bittere Realität.


Eine Lösung habe ich gefunden bei Beduin Dachzelte und mehr 

Sie können das Risiko jedoch entscheidend verringern. Tanken Sie niemals ohne den Feinstfilter von Beduin aus zweifelhaften Quellen! Hängen Sie den Filter einfach in die Tanköffnung und führen Sie dann die Zapfpistole ein. Mit etwas Fingerspitzengefühl beim Bedienen der Zapfpistole ist der Tankvorgang wie gewohnt durchzuführen, wenn auch bei manchen übermässig stark schäumenden Kraftstoffen etwas langsamer als üblich.

Das Filtergewebe hält alle Partikel, die größer sind als 100 Mikron, zurück. Der Filter ist aus extrem strapazierfähigem Spezialgewebe hergestellt und wird in der chemischen Industrie im Dauerbetrieb eingesetzt, hält also ohne Probleme auch längere Reisen durch.

Übrigens läßt sich der Filtersack (natürlich nicht der, mit dem Sie Ihren Dieselkraftstoff reinigen!) auch hervorragend zum Vorfiltern von Trinkwasser verwenden.

Im Vergleich zu den hohen Reparaturkosten im Falle eines Kraftstoffpumpendefekts schlägt unser Feinstfilter mit nur € 12,85 zu Buche - ein geringer Preis für einen sorgenfreien Urlaub Es wird voraussichtlich auch nicht lange dauern bis es externe, d.h. nicht im Tank eingebaute Nachrüst-Dieselpumpen von Zubehörspezialisten gibt. Link: Beiträge über Common Rail Technik http://www.sahara-info.ch/Vehicle/CoreVehicle.htm



Gernot


gedruckt am Heute, 03:29
http://www.discovery2010.net/php/include.php?path=content/content.php&contentid=34