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Panamericana Nord - Unterwegs auf der längsten Straße der Welt.
08.11.2004 - 21:46


Für den Autor Jens Freyler beginnt dieser Traum in einem verschneiten Frühsommer in Alaska, führt in durch die Goldfelder von Yukon und Klondike und die Inselwetl der Inside Passage in die wolkenverhangenen Wälder Westkanadas. An der Pazifikküste setzt sich der Weg fort auf den legendären Highways 1 und 101 und durch die Nationalparks der USA.


In zwei Monatsetappen zeigt das Buch die ersten beiden Abschnitte der längsten Straße der Welt, die von Alaska bis nach Feuerland führt und im Buch "Panamericana Central" fortgesetzt wird.


Leseprobe:



Die Schönheit der Wüste

Früh wachen wir auf an diesem Morgen und sitzen bereits um 06:30 Uhr am Frühstückstisch. Der Frühstücksraum hat fast schon Hotelcharakter. In einer Art Wintergarten mit Blick auf den Pool läuft ein Fernseher und eine Bar ist gefüllt mit einer großen Auswahl. Nach Bagels und Toast wage ich es ein Quaker Oat Meal zu probieren. Vanille-Geschmack suche ich mir aus und rühre das Pulver nach Anleitung mit Milch an. Was entsteht ist eine unansehnliche, zähe Masse. Zögernd stochere ich mit meinem Löffel darin rum, doch es schmeckt überraschend gut und die Masse verklebt so schnell meinen Magen, dass der Nutzen klar wird: Einfach zuzubereiten, schmackhaft, nährstoffreich und sättigend. Muss da das Auge noch mitessen?

Doch an einem Tag, an dem der Joshua Tree Nationalpark auf einen wartet, sollte man sich nicht zu lange mit dem Frühstück aufhalten. Wir kehren zurück auf die Interstate 10 und fahren nach Osten. Kaum lassen wir die künstlich angelegten Palmenhaine von Palm Springs und Cathedral City hinter uns, gewinnt Wasser wieder an Bedeutung.

Selbst in diesen frühen Morgenstunden merken wir die Hitze, mit der unsere Klimaanlage kämpft und sehen vor der ausgedörrten Kulisse links und rechts der Fahrstreifen immer wieder Parkbuchten, in denen Tanks Kühlwasser bereithalten. Wir fotografieren die Behälter nur und müssen mit unserem neuen Mietwagen nicht darauf zurückgreifen.

Den Schildern folgend, verlassen wir schließlich die Interstate und passieren das Schild, das uns im Nationalpark willkommen heißt. Kurz danach halten wir an und laufen unsere ersten Schritte in die Wüste hinein. Die Vegetation ist karg hier, aber durchaus noch vorhanden. Schilder benennen die einzelnen Pflanzen.

Wir fahren weiter und haben schon einige Meilen zurückgelegt, als wir an die südliche Visitor Information kommen, wo wir auch unseren Eintritt bezahlen müssen. Wir schauen uns in dem kleinen Laden etwas um, überdenken unsere Wasservorräte, stocken diese zum angesichts der Lage fairen Preis von USD 1 pro Liter auf und besorgen uns eine Parkzeitung....

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Gernot


gedruckt am Heute, 19:23
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